Trennen sich die Eltern,
stellt sich auch die Frage bei wem die Kinder zukünftig leben
werden. Im Idealfall entscheiden die Eltern dies gemeinsam und wenn
die Kinder groß genug sind, haben auch sie ein Mitspracherecht. So
harmonisch geht es aber in den seltensten Fällen zu. Meist beginnt
mit der Trennung ein erbitterter Kampf um die Kinder – unter dem
alle Beteiligten leiden. Entschieden wird dann durch das
Familiengericht, das auf Antrag prüft, wo das Kind am besten
aufgehoben ist. In der Regel haben die Mütter die besseren Chancen,
denn es müssen schon sehr schwerwiegende Fakten vorliegen, damit
einer Mutter das Sorgerecht entzogen wird oder das Kind dort nicht
leben darf.
Dennoch ist die Zahl der
alleinerziehenden Väter in Deutschland in den letzten Jahren immer
weiter angestiegen. Jedoch sind sie immer noch Exoten, denn viele
Väter stehen auch während der Ehe voll im Berufsleben und können
dies nicht einfach so aufgeben, um sich um die Kinder und deren
Erziehung zu kümmern. Wer kein soziales Netzwerk hat, das dann unter
die Arme greift, der muss mitunter viel Geld für Tagesmütter und
Babysitter ausgeben. Zudem ist die Akzeptanz in der Gesellschaft
schlecht. Es gibt immer wieder Misstrauen gegenüber
alleinerziehenden Vätern. Auf der anderen Seite ernten sie aber auch
häufig Bewunderung.
Es ist nicht automatisch
gesagt, dass es Kinder bei der Mutter besser haben. In vielen
Familien gibt es auch nicht mehr die klassische Rollenverteilung in
der Papa arbeitet und Mama die Kinder versorgt. Beide Elternteile
sollten ehrlich zu einander und vor allem zu sich selbst sein.
Alleine ein Kind großzuziehen ist eine große Herausforderung, der
man gewachsen sein muss. Zudem sollte wirklich an das Beste für das
Kind gedacht werden. Vielleicht ist es wirklich bei der Mutter oder
eben dem Vater besser aufgehoben, weil auch die Bindung stärker ist.
Auch wenn es weh tut!
Oftmals will es der eine
Elternteil nicht, dass das Kind mit dem anderen Elternteil Kontakt
hat. Schlussendlich gilt aber: jedes Kind braucht seine Mutter, ABER
genau so auch seinen Vater.
Beste Grüße
Kathrin Bolte